My personal Eva-Prinzip - extended Version

Heute: die Waschstraße

Die Waschstraße als solche gehört ja nun nicht zum üblichen Territorium der Hausfrau, aber da Waschen ja irgendwie gleich Waschen ist, ähh, nun gut…

Da ich im Moment kein Auto habe und deswegen den Kleinwagen von Schatzi strapaziere, dachte ich mir, ich könnte ihm eine Freude machen, indem ich das matte grau wieder in ein schmuckes schwarz verwandele… gesagt, getan. Uns so sah ich mich nach einigen Hindernissen Aug in Auge mit der Waschstraße des Todes *einBlitzschlagzerstörtdieIdyllederSzenerie*



Ich muss mir ja eingestehen, dass ich bisher ein einziges Mal in meinem Leben ein Auto in eine Waschanlage gefahren habe. Der Käfer wird nur per Handwäsche gesäubert – automobile Rundungen und automatische Waschstraßen vertragen sich nicht so gut. Nichtsdestotrotz fuhr ich guten Mutes zur Tankstelle und bestellte beim Bezahlen der Tankrechnung mit motiviertem Lächeln eimal Basispflege. Wer hätte den ahnen können, das bei der Basispflege Nervenkitzel und Spannung eingeschlossen ist…

Frohen Mutes steuerte ich auf die Waschstraße zu, wollte gerade einparken, da sehe ich einem anderen Auto direkt in die Scheinwerfer…ähem, ich hab dann lieber mal angehalten. Messerscharf überlegt, fix kombiniert und gedacht….gut, dachte ich mir, warteste mal lieber bis der da raus ist. Ein beiläufiger Blick aus der Windschutzscheibe konfrontierte mich dann mit einem metallenen Gebilde, das mir unmissverständlich klarmachte, dass ich dort tunlichst nicht stehen bleiben sollte.



Zudem befand sich ca 10 Zentimeter tiefer ein Zusatzschild mit der Aufschrift „Halteverbotszone“. Na, wenn das nicht selbsterklärend ist…

Unterdessen war ich auf die gerissene Idee gekommen, irgendwie von der anderen Seite auf die Waschanlage zuzufahren. Der Fahrer des Cabrios in der Waschanlage machte zwar den Eindruck eines integeren, älteren Mannes, dass er allerdings rückwärts in die Waschstraße gefahren war – das habe ich zu bezweifeln gewagt. Gesagt, getan, also runter von der Tankstelle, die nächste rechts, die nächste wieder rechts…äh ja, Sackgasse…suuuuper. Von der Möglichkeit, das Vehikel durch die angrenzende Hecke zu manövrieren, sah ich ab.

Also wenden – Auto abgewürgt – und wieder zurück zur Tankstelle. Diesmal auf der dafür vorgesehen Fläche. Dann folgte die rettende Erkenntnis! Die Tankstelle ist bis um die Ecke gepflaster….Aha! Also den Motor wieder an, zurückgesetzt – Auto abgewürgt – und ummecke. Da sah ich dann auch den Cabriofahrer sowie direkt vor mir einen Herren mittleren Alters, der sehr engagiert seinen japanischen Familienvan abbrauste. Ich überlegte mir indem Moment, dass – falls das Abbrausen in der Basispflege mit inbegriffen sein sollte – ich das definitiv nicht tun werde… schon allein, weil ich keinen Neoprenanzug dabeihatte…

Ich begann also zu warten…5 Minuten….7 Minuten…der ältere Herr mit dem Cabrio war unterdessen in die Waschstraße verschwunden und auch auf der hinteren Seite der Waschstraße nicht mehr aufgetaucht… der Mann vor mir brauste jedoch unbeirrt weiter… weitere 7 Minuten später nahm ich all meinen Mut zusammen, steig aus, näherte mich von hinten dem hochdruckreinigenden KFZ-Fahrers und fragte, ob er auch zur Waschstraße anstehe. Nachdem er dies verneint hatte, konnte ich dann endlich auch in die Waschstraße und das Auto säubern lassen. Dass die Wassergitter in diesen Anlagen so angebracht sind, dass es mir schwer fällt, die Antenne abzudrehen ohne mich komplett dreckig zu machen, halte ich für reine Schikane.

Aber – entgegen jeglichen Hindernissen – habe ich dieses Abenteuer auch bewältigt.

Gute Nacht,
das.maerchen
20.10.06 22:55
 


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