Maerchen erzählt Tüdelkram

Meine persönliche Top5

die deutlich zeigen, dass der Winter Einzug gehalten hat:

- Die Katze zeigt einem 'nen Vogel, wenn man sie nach draußen spazieren gehen schicken will

- Das Mineralwasser im Seitenfach des Autos hat eine Konsistenz, die man sonst nur bei servierfertigem Ouzo findet

- Es schmeckt hingegen ganz anders als servierfertiger Ouzo

- Die Nachbarn erklären Pudelmützen kurzerhand zum Modetrend

- Tiefkühlpizza hält sich auf dem Balkon länger als im Kühlfach
28.1.07 00:33


Weihnachten - ein Fazit

Wisst ihr was? Ich habe ein tolles Fest hinter mir.

Nein, ich bin nicht um kunstschneebestäubte, unter der Last von mehreren Zentnern Plastikkugeln erstickenden Bäumen getänzelt. Ich habe das harmonische Fernsehprogramm zu Heiligabend umgangen und konnte auch höchst erfolgreich vor Wolgang-Petri-Versionen von Weihanchtsliedern flüchten.

Anstatt dessen hab ich mich über nette Kleinigkeiten gefreut. Darüber, dass wir uns verhältnismäßig harmonisch verhalten haben. Wenn ich so darüber nachdenke, besteht eine durchaus aussagekräftige Korrelation zwischen Raclette und Familienstreitigkeiten. In den letzten Jahre haben wir immer diese lustigen kleinen Pfännchen befüllt, es war immer viel zu warm, weil das Ding augenscheinlich so konzepiert ist, dass es im Fall einer rohölknappheit eine mittlere Kleinstadt beheizen könnte. Was soll ich sagen, dieses Jahr gab es Sahneschnitzel und alles war in Ordnung

Ich habe mich gefreut, von anderen überrascht zu werden und selbst zu überraschen.

Ich habe mich über vermeintlich atheistische Kirchengänger gefreut.

Über die Tatsache, dass ich jetzt einzigartig gekleidet weggehen kann und nie wieder im großen Garderobengewusel meinen Mantel suchen muss.

Den Innovationsorden 2006 übergebe ich hiermit meiner Schwester, die es sich zur Aufgaeb gemacht hat, den hässlichsten Baum überhaupt zu schmücken.

Ich denke, das ist gelungen.


Das Foto lässt den Baum noch sehr voluminös wirken....
30.12.06 00:18


Ein Hooooch...

auf das pädagogische Gespür und die Kreativität dieser Eltern *ggg*

1.12.06 21:57


Geiselnahme in Gudensberg...

oder: Das konnte doch keiner ahnen...

Bäckerien zählen normalerweise nicht zu den Orten, die ich nicht mag oder die mich in verzwickte Konfliktsituationen bringen. Im Gegenteil: Hefeteilchen, Croissants, Nussschneckchen, Quarkschnittchen - das sind jetzt ganz und gar nicht die Stoffe, aus denen meine Alpträume sind. Gut, vielleicht die meiner Kleidung, wer weiß...

Vielleicht lässt sich das Ganze ja mit der Redensart "Geben ist seliger denn nehmen" erklären, denn in der vergangenen Woche gab ich - mehr oder minder unfreiwillig - meine geliebte Alltagsschleuder für eine Nacht in die Fänge des ortsansässigen Bäckereibetriebes.

Dabei wollte ich ihn doch nur zwei Stündchen dort stehen lassen, auf dem großen, weitläufigen Parkareal, dass sowieso menschen - pardon, autoleer war. Aber irgendwie sollte das nicht sein. Als ich zurückkam, stand der Rüdi dort. Eingesperrt, mit Ketten und Vorhängeschlössern am Verlassen des Areals gehindert. Traurig durch die Scheinwerfer blickend suggerierte er mir, dass es keine Ausweg gebe..."Ihr könnt mich ruhig zurücklassen, ihr schafft es nur ohne mich..." Hollywood is everywhere und so ließ ich einen heldenhaft starken Kleinwagen zurück. Die Nacht war für ihn wahrscheinlich unheimlich lang geworden, ich weiß nicht, was er alles erleben musste.

Glücklicherweise stand er am nächsten Morgen immernoch da, niemand hatte ihn in ein Heim für verlassene Autos gebracht (ihr wisst schon, diese schrecklichen gelben Lastwagen mit der großen Ladefläche und dem Haken am Heck...). Ganz still stand er da, erwartend, die Ausfahrt war schon freigegeben und doch wartete er auf seine Besitzerin, die ihn wieder nach Hause brachte...

nicht ohne sich vorher noch mit Quarkteilchen und Croissants eingedeckt zu haben...
30.10.06 09:16


My personal Eva-Prinzip - extended Version

Heute: die Waschstraße

Die Waschstraße als solche gehört ja nun nicht zum üblichen Territorium der Hausfrau, aber da Waschen ja irgendwie gleich Waschen ist, ähh, nun gut…

Da ich im Moment kein Auto habe und deswegen den Kleinwagen von Schatzi strapaziere, dachte ich mir, ich könnte ihm eine Freude machen, indem ich das matte grau wieder in ein schmuckes schwarz verwandele… gesagt, getan. Uns so sah ich mich nach einigen Hindernissen Aug in Auge mit der Waschstraße des Todes *einBlitzschlagzerstörtdieIdyllederSzenerie*



Ich muss mir ja eingestehen, dass ich bisher ein einziges Mal in meinem Leben ein Auto in eine Waschanlage gefahren habe. Der Käfer wird nur per Handwäsche gesäubert – automobile Rundungen und automatische Waschstraßen vertragen sich nicht so gut. Nichtsdestotrotz fuhr ich guten Mutes zur Tankstelle und bestellte beim Bezahlen der Tankrechnung mit motiviertem Lächeln eimal Basispflege. Wer hätte den ahnen können, das bei der Basispflege Nervenkitzel und Spannung eingeschlossen ist…

Frohen Mutes steuerte ich auf die Waschstraße zu, wollte gerade einparken, da sehe ich einem anderen Auto direkt in die Scheinwerfer…ähem, ich hab dann lieber mal angehalten. Messerscharf überlegt, fix kombiniert und gedacht….gut, dachte ich mir, warteste mal lieber bis der da raus ist. Ein beiläufiger Blick aus der Windschutzscheibe konfrontierte mich dann mit einem metallenen Gebilde, das mir unmissverständlich klarmachte, dass ich dort tunlichst nicht stehen bleiben sollte.



Zudem befand sich ca 10 Zentimeter tiefer ein Zusatzschild mit der Aufschrift „Halteverbotszone“. Na, wenn das nicht selbsterklärend ist…

Unterdessen war ich auf die gerissene Idee gekommen, irgendwie von der anderen Seite auf die Waschanlage zuzufahren. Der Fahrer des Cabrios in der Waschanlage machte zwar den Eindruck eines integeren, älteren Mannes, dass er allerdings rückwärts in die Waschstraße gefahren war – das habe ich zu bezweifeln gewagt. Gesagt, getan, also runter von der Tankstelle, die nächste rechts, die nächste wieder rechts…äh ja, Sackgasse…suuuuper. Von der Möglichkeit, das Vehikel durch die angrenzende Hecke zu manövrieren, sah ich ab.

Also wenden – Auto abgewürgt – und wieder zurück zur Tankstelle. Diesmal auf der dafür vorgesehen Fläche. Dann folgte die rettende Erkenntnis! Die Tankstelle ist bis um die Ecke gepflaster….Aha! Also den Motor wieder an, zurückgesetzt – Auto abgewürgt – und ummecke. Da sah ich dann auch den Cabriofahrer sowie direkt vor mir einen Herren mittleren Alters, der sehr engagiert seinen japanischen Familienvan abbrauste. Ich überlegte mir indem Moment, dass – falls das Abbrausen in der Basispflege mit inbegriffen sein sollte – ich das definitiv nicht tun werde… schon allein, weil ich keinen Neoprenanzug dabeihatte…

Ich begann also zu warten…5 Minuten….7 Minuten…der ältere Herr mit dem Cabrio war unterdessen in die Waschstraße verschwunden und auch auf der hinteren Seite der Waschstraße nicht mehr aufgetaucht… der Mann vor mir brauste jedoch unbeirrt weiter… weitere 7 Minuten später nahm ich all meinen Mut zusammen, steig aus, näherte mich von hinten dem hochdruckreinigenden KFZ-Fahrers und fragte, ob er auch zur Waschstraße anstehe. Nachdem er dies verneint hatte, konnte ich dann endlich auch in die Waschstraße und das Auto säubern lassen. Dass die Wassergitter in diesen Anlagen so angebracht sind, dass es mir schwer fällt, die Antenne abzudrehen ohne mich komplett dreckig zu machen, halte ich für reine Schikane.

Aber – entgegen jeglichen Hindernissen – habe ich dieses Abenteuer auch bewältigt.

Gute Nacht,
das.maerchen
20.10.06 22:55


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